Ostern

Den Gottesdienst am Ostersonntag hielt unser Vorsteher. Grundlage war das Bibelwort aus Lukas 24, 46-48 "Und (Jesus) sprach zu ihnen: So steht´s geschrieben, dass der Christus leiden wird und auferstehen von den Toten am dritten Tage; und dass gepredigt wird in seinem Namen Buße zur Vergebung der Sünden unter allen Völkern. Von Jerusalem an seid ihr dafür Zeugen."
 

Die Bibellesung aus Johannes 20, 1-10 und 19-23 wurde von Schwester G. K. durchgeführt. 
Der Vorsteher ging zunächst auf die Ereignisse der mit Ostern ihren Höhepunkt findenden Karwoche ein. So erwähnte er, dass der Herr nach dem Einzug in Jerusalem am Tagesende wieder nach Bethanien zog, dort wo seine „kleine Gemeinde" war, so wie auch wir unsere Gemeinde haben. Am Donnerstag bei der Einsetzung des letzten Abendmahls vor seinem Passionsgang erwähnte Jesus den Jüngern gegenüber, er habe ein "herzliches Verlangen" (Lukas-Evangelium), mit ihnen noch einmal zusammen zu sein. Am Karfreitag wurde sein Verkläger Pontius Pilatus Zeuge der Heilsgeschichte, denn er schrieb den Namen Jesus und den Grund seiner Verurteilung (König der Juden), wie es damals üblich war, nicht in der Möglichkeitsform, sondern als Tatsache an das Kreuz, obwohl die Juden etwas anderes von ihm verlangten ( „Was ich geschrieben habe, das habe ich geschrieben.").
Es wurde weiter erwähnt, dass Maria und Johannes sich nicht scheuten, aus Liebe zum Gekreuzigten mit unter das Kreuz zu gehen. Im Gehorsam zum Vater im Himmel und aus Liebe zu den Menschen, hat der Gottessohn das Schwere ertragen und mit seinem Opfertod den Sieg über den Tod und über die Sünde errungen. Mit seiner Auferstehung wurde der Sieg über den Tod in beispielloser Weise bewiesen. In der Bibellesung kam zum Ausdruck, dass die Frauen und auch die Jünger am Morgen erschrocken waren und die Zusammenhänge nicht verstanden. Als Jesus aber am Abend im Kreis der Jünger erschien, wurde ihnen klar, was ihr Herr und Meister ihnen zuvor verkündigt hatte und was sich nun alles erfüllte. In den folgenden Tagen bis zur Himmelfahrt erschien der Sohn Gottes den Seinen mehrmals. Er beauftragte sie und sandte sie aus, von dem zu zeugen, was sie erlebt hatten und das Evangelium zu verkünden. 
Die mitdienenden Priester B. und G. wiesen ferner darauf hin, dass auch wir heute Zeugen der Auferstehung Jesu und Zeugen des Heilswirkens Jesu sein wollen. Das können wir mit Worten und mit unseren Taten zum Ausdruck bringen. Letztlich mag die Einmaligkeit der Auferstehung Jesu uns auch heute begeistern.