Chronik

Im Bereich Hamburg-Sinstorf wohnten vor Gründung der Gemeinde nur wenige Geschwister, die die Gottesdienste in Harburg besuchten.

In den Jahren nach dem Krieg fanden viele Menschen am südlichen Stadtrand ein neues Zuhause und viele Jungverheiratete richteten sich hier ihr erstes Heim ein. Darunter waren auch etliche Geschwister.

Aufgrund einer Initiative des Bezirksapostels Karl Weinmann sollten in vielen Orten neue Gemeinden gegründet werden. Hierunter fiel auch Sinstorf. Das Gemeindegebiet umfasste die Hamburger Stadtteile Sins-torf und Langenbek, sowie in Niedersachsen Fleestedt, Hittfeld und Meckelfeld.

Im Juli 1954 begannen die Vorarbeiten für die neue Gemeinde, die zunächst von der Nachbargemeinde Wilstorf betreut wurde. Der Wilstorfer Vorsteher, Hirte Walter Scherwath, war erster Vorsteher von Sinstorf. Ihm standen für Sinstorf Sänger, Dirigenten und Amtsbrüder aus Wilstorf zur Verfügung.

Der erste Gottesdienst fand am 15. September 1954 durch den Bezirksältesten Lümkemann statt. Versammlungsort waren die ehemaligen Flakbaracken am Sinstorfer Kirchweg.

Gründungstag der Gemeinde ist der 1. Dezember 1954. Anfang des Jahres 1958 begann ein neuer Zeitabschnitt. Priester Hans Scharnberg wurde als Vorsteher für Sinstorf gesetzt.

Die Geschwisterzahl wuchs bis Ende des Jahres 1961 auf 95 Mitglieder. So wurde 1962 mit dem Bau einer eigenen Kirche am Sinstorfer Weg begonnen, die Anfang des folgenden Jahres vollendet wurde. Einen besonderen Einweihungsgottesdienst hielt der Bezirksälteste Nerre am Sonnabend, dem 27. Februar 1963. Einen Tag später diente Bezirksapostel Weinmann den Geschwistern.

Durch Zuzug in die umliegenden Neubaugebiete nahm die Geschwisterzahl weiter zu, so dass im Jahre 1977 das Kirchengebäude vergrößert werden musste. Der Kirchenraum wurde nach hinten erweitert. Zur Straßenseite erhielt die Kirche einen Vorbau, in dem neben einer großen Garderobe, die Sakristei und ein Jugendraum untergebracht wurden. 1968 wurde der Vorsteher Hans Scharnberg mit dem Evangelistenamt betraut, welches er bis zu seiner Inruhesetzung, Ostern 1995, innehatte. Seitdem ging Evangelist Wolfgang Hausmann (seit Februar 2002 Bezirksevangelist) der Gemeinde als Vorsteher voran.

Ein weiterer Ausbau der Kirche folgte 1999. Sie wurde behindertengerecht ausgestattet. durch einen zusätzlichen Vorbau entstand ein neuer Raum, der von dem vorhandenen Jugendraum durch eine variable Trennwand abgeteilt ist. So können Kinder verschiedener Altersgruppen zeitgleich unterrichtet werden. Außerdem bietet diese Variationsmöglichkeit der Raumvergrößerung auch ausreichend Platz für größere Zusammenkünfte.

Damit sich Bezirksevangelist Hausmann ganz auf seine Aufgaben im Bezirk konzentrieren kann, wurde er in einem Gottesdienst, am 24. August 2003 von seinem Vorsteheramt entbunden. Zum neuen Vorsteher setzte Apostel Karlheinz Schumacher den Priester Wolfgang Börner. Im August 2004 wurde er ins Hirtenamt ordiniert.

Eine wesentliche Veränderung fand im Juli 2014 statt. Der bisherige Vorsteher, Hirte Wolfgang Börner, trat in den Ruhestand, mit ihm auch Evangelist Peter Weigel und Priester Erwin Fohrmann. Fast zeitgleich verzog auch Priester Andreas Salacki. Als neuer Vorsteher wurde Priester Manfred Frömming, der viele Jahre in der Nachbargemeinde tätig war, beauftragt. Für seine neue Aufgabe empfing er das Hirtenamt.

Am 18. Juni 2017 trat Hirte Manfred Frömming nach Erreichen der Altersgrenze in den verdienten Ruhestand und Apostel Dirk Schulz übertrug dem Priester Stephan Jockel den Auftrag zur Gemeindeleitung.

Aufgrund von schwerer Krankheit verstarb Priester Peter Kaufmann am 4. August 2017 mit 63 Jahren. Seitdem umfasst der aktive Amtskörper 3 priesterliche Ämter und 3 Diakone.